Once in a lifetime 3

mein Weg zu einem Promille

Madrid, nicht unbedingt meine Nummer eins bei Städtereisen, doch diesmal sollte es etwas Besonderes werden – die größte Rockband on earth gibt sich und mir die Ehre im Stadion von Atletico Madrid, dem Civitas Metropolitano vor 35000 Erwachsenen – Kinder waren wegen des Sponsors (Whiskey) ausgeschlossen. Wäre auch wegen der Lautstärke unverantwortlich gewesen – bei Hörschäden kenne ich mich aus.

Von der Registrierung an war auch ich in diese Familie äußerst herzlich aufgenommen, aus bestimmten Bereichen ausgenommen, ausnahmslos, von mir angenommen. Nehmen in allen Variationen. Von der Stimmung und Atmosphäre eingenommen. 

Dazu gehört auch das Geben. Dieses Angeben, wie man es von manchen kennt, war hier einfach fehl am Platz, alle geben ihr Bestes, geben Auskünfte – manchmal sogar ungefragt – geben Tipps, helfen und unterstützen sich gegenseitig, kennen keinen Neid oder Eifersucht wegen eines möglichweise vorteilhafteren Platzes. Musik ist das einzige Kriterium, was zählt, weder Sprache, noch Nation, Religion, Hautfarbe, Geschlecht, politische oder sexuelle Einstellung, sozialer Status, egal, fast so lässig, wie John Lennon es vor über vierzig Jahren in “Imagine“ erklärt hat.

Auch das Publikum verhielt sich vorbildlich, keine drängende Masse, alle wirkten tiefenentspannt und geschmeidig, sorgten für eine phantastische Stimmung, ich blieb noch circa zwanzig Minuten nach dem Konzert im Stadion – mindestens zehntausend auch noch, um den Musikern, die immer noch von der Bühne winkten, zu applaudieren. Die Polizei sperrte teilweise die Autobahn, damit wir – wie Geisterfahrer – gegen die Einbahn zum Kreisverkehr und somit vom Gelände kamen. Herzlich, unhektisch und sehr professionell.

Selbst am Tag nach dem Konzert habe ich noch Leute in der Stadt gesehen, erkannt (am markanten T-Shirt) und sofort hat sich ein herzliches Gespräch ergeben – natürlich über Rock und die nächsten Auftritte. Der Datenaustausch war für alle ziemlich wichtig, man will ja nichts versäumen, Videos und Fotos werden auf eine gemeinsame Cloud gestellt, soziale Medien in seiner besten Form.

Werbung für eine sehr liebenswerte Änderung in der Gesellschaft.

Am 29. Juli – super Datum, ich weiß – geht es back to the roots nach Italy, wo das ganze Projekt 2015 seinen Anfang genommen hat. 

MIT mir😍